Lose, die ein Lächeln schenken
Kiwanis-Weihnachtstombola hilft den Kindern im Frauenhaus

25.01.2012

So unterschiedlich kann Weihnachten sein: Während sich die meisten Mädchen und Jungen auf ein harmonisches Familienfest freuen können, leben im Frauenhaus Kinder, deren Mütter oft in einer Nacht- und Nebelaktion vor häuslicher Gewalt fliehen mussten. Eine schlimme Lebenssituation und Grund genug für den Kiwanis-Clubs Bayreuth-Obermain, diesen Kindern den Erlös der diesjährigen Weihnachtstombola in Höhe von 1600 Euro zu spenden.

Durch den häufigen Wechsel der betroffenen Frauen hat das aus zehn Haushalten bestehende Bayreuther Frauenhaus einen hohen Bedarf an vielen Dingen des täglichen Bedarfs sowie einen hohen Verschleiß an notwendigen Maschinen, erklärte Christine Ponnath, die als Leiterin des Frauenhauses den symbolischen Scheck in Höhe von 1600 Euro zusammen mit dem Vorsitzenden des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Bayreuth, Herbert Michel, entgegennahm. Bei den beiden „guten Kiwanis-Geistern“, Präsident Rudolf Zuleger und Dieter Bialas vom Charity-Ausschuss des Serviceclubs, bedankte sie sich herzlich für den vorweihnachtlichen Geldsegen.


Ein Dank, der weitergereicht werden muss – an die vielen Loskäufer aus Bayreuth und der Region, die an der traditionellen Kiwanis-Tombola im Rotmaincenter teilgenommen und so erst die großzügige Kiwanis-Spende ermöglicht hatten. Vom Lotterieerlös soll unter anderem sichergestellt werden, dass die Kinder zusätzlich zu den belastenden Erlebnissen, die sie erst langsam verarbeiten müssen, nicht auch noch schulisch den Anschluss verlieren: Neben einer Hausaufgabenbetreuung soll das Geld auch für Hausaufgabenplätze – Tische und Stühle – sowie in Schulmaterial investiert werden. Beim oft überstürzten Aufbruch ins Frauenhaus können Mutter und Kinder oft nämlich nur das Nötigste mit sich nehmen. Neben Schulsachen bleiben dann meist auch wichtige Alltagsdinge wie Handtücher oder Bettwäsche zurück.


Die Kiwanier, deren Ziel es ist, durch monetären und persönlichen Einsatz humanitäre Hilfe zu leisten, überreichten den Scheck sichtlich bewegt vom Schicksal der Kinder, die die Weihnachtszeit nicht zu Hause verbringen können. Präsident Zuleger hoffte, mit dem Tombolaerlös die Situation der Kinder im Frauenhaus wenigstens etwas verbessern zu können, und dankte auch den zahlreichen Tombolateilnehmern: „Jedes gekaufte Los kann dazu beitragen, diesen Kindern ihr Lächeln zurückzugeben.“